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Samstag, 23.September 2017

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Kooperationspartner

Club Behinderter und ihrer Freunde in Frankfurt am Main
Internationaler Bund – Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V.
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband

Netzwerk Inklusive Praxis in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Historie

Am Beginn der Netzwerkbildung stand das Projekt „Vielfalt für alle!“

Es wurde im Jahr 2009 vom Club Behinderter und ihrer Freunde e.V. (CeBeeF)

und der Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) mit der Zielsetzung gegründet, Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung in Frankfurt/Main eine gleichberechtigt Teilhabe an allen Freizeitangeboten zu ermöglichen.

Die Realisierung des Projektvorhabens, den Freizeitbereich in Frankfurt/Main „inklusiv“ zu gestalten, stellt eine besondere Herausforderung dar, die nach Auffassung von „Vielfalt für alle!“ nur durch interprofessionelle Vernetzung und eine konstruktive Zusammenarbeit verschiedenster Fachbereiche

gelingen kann. In diesem Sinne wurden zu Projektbeginn Kooperationen zwischen den Trägern der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe angestoßen, um sich über die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Arbeitsmethoden auszutauschen.

Das Ergebnis der ersten drei Projektjahre war sehr erfreulich: Insgesamt 18 Kooperationspartner aus beiden Fachbereichen arbeiteten zusammen und haben  jährlich ca. 40 Kindern und Jugendlichen mit Behinderung eine Teilnahme an regulären Freizeitangeboten ermöglicht.

Im Jahr 2010 wurde „Vielfalt für alle!“ mit dem mitMenschPreis des Bundesverbandes evangelischer Behindertenhilfe ausgezeichnet.

An die erfolgreiche, fachübergreifende Zusammenarbeit der Kooperationspartner von „Vielfalt für alle!“ wurde nun angeknüpft. Es wurden alle zuständigen Träger und Institutionen erreicht und zur Mitarbeit eingeladen.

Fünf Kooperationspartner aus der Frankfurter Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe haben sich zusammengetan, um diesen Sensibilisierungs- und Entwicklungsprozess in Form eines Veranstaltungsjahres in 2012 anzustoßen. Das „Frankfurter Inklusionsjahr 2012“ wurde zu einer gemeinschaftliche Initiative von:

  • CeBeeF e.V.
  • Fachhochschule Frankfurt am Main
  • Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft
  • Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft
  • Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main
  • Jugendbildungswerk Frankfurt am Main

Die Initiatoren haben über das Jahr 2012 verteilt eine Vielzahl von Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten, die allen Interessierten aus der Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe offen standen. Durch gegenseitige Weiterbildungsangebote und Austauschforen wollten die Initiatoren

von dem „Frankfurter Inklusionsjahr 2012“ einen Grundstein für eine fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit legen. Das Prinzip der „Inklusion als pädagogische Methode“ sollte fest in der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe verankert werden. Die Veranstaltungen fanden in den unterschiedlichsten Einrichtungen der Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe statt.

Am Beginn des „Frankfurter Inklusionsjahres 2012“ stand eine Fachtagung als „Kick-Off-Veranstaltung“ und richtete sich an die Fachkräfte der Frankfurter Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe. Der Tagungstitel lautet:

„Inklusion gemeinsam gestalten!“ Das Ende des Inklusionsjahres 2012 bildete eine Abschlussveranstaltung im Frankfurter Römer. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde ein kurzer Dokumentarfilm von einzelnen Aktionen präsentiert und die Sozialdezernentin dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und ermunterte sie zur Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit.

In diesem Rahmen verabredeten sich die bisher beteiligten Kooperationspartner zur Gründung eines Netzwerkes zur inklusiven Praxis in der Kinder- und Jugendarbeit.

Um diesen historischen Abriss zu vervollständigen sei erwähnt, dass parallel zu den genannten Aktivitäten die Frankfurter Leitlinien „Inklusion“ erarbeitet und verabschiedet wurden. An diesem Prozess waren die genannten Kooperationspartner in unterschiedlichsten Gremien aktiv beteiligt.

Inklusionsverständnis

Inklusion hat den Anspruch, niemanden auszuschließen, sondern jedem Menschen die von ihm gewünschte Teilhabe an sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen. Voraussetzungen dafür sind Veränderungen von gesellschaftlichen und institutionellen Strukturen, die der Verschiedenheit der Menschen mehr gerecht werden. Bestimmte soziale Gruppen sind eher von sozialem oder gesellschaftlichem Ausschluss bedroht oder betroffen. Inklusion nimmt alle von Ausschluss oder Benachteiligung bedrohten oder betroffenen sozialen Gruppen in den Blick. Behinderung ist dabei nur ein Merkmal neben kultureller, ethnischer, sozialer oder sexueller Verschiedenheit.

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch gleichermaßen wertgeschätzt und mit seinen individuellen Stärken, Schwächen und Bedürfnissen respektiert wird. Dies bedeutet, dass jede und jeder gleichwertigen Zugang zu den gleichen sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten hat und selbst darüber entscheiden kann, ob und in welchem Umfang sie bzw. er diese Möglichkeiten nutzt.

Inklusion heißt, den Blick auf das Individuum und seine Individualität zu richten, niemanden zu bevorzugen und niemanden zu benachteiligen. Dabei ist jede Individualität die Summe zahlreicher physischer, psychischer, sozialer und kultureller Bestandteile, die allesamt wertfrei und respektvoll anerkannt werden. Das Kriterium der Individualität ermöglicht stets die interessen- oder bedarfsbezogene Bildung temporärer oder dauerhafter, flexibler Gruppen.

Inklusion bedarf einer breiten Beteiligung und Unterstützung, sie entfaltet ihre Wirkung besonders im Sozialraum. 

Beteiligte im Netzwerk

  • Jugend- und Sozialamt, kommunales Jugendbildungswerk
  • CeBeeF
  • Stabsstelle Inklusion
  • Behindertenbeauftragte der Stadt Frankfurt
  • FH Frankfurt am Main
  • Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Paritätisches Bildungswerk
  • Stadtschulamt
  • Internationaler Bund Frankfurt
  • Caritasverband Frankfurt
  • Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V.
  • Gemeinsam leben Frankfurt
  • Frankfurter Programm
  • Staatliches Schulamt
  • VdK Frankfurt

Selbstverständnis des Netzwerks (Interessen, Funktionen, Intentionen)

  • Ort für Informationen/ Austausch über Projekte, Veranstaltungen, Entwicklungen zum Thema Inklusion in Frankfurt und Umgebung
  • kollegiales Miteinander, keine Konkurrenz, sondern gegenseitige Unterstützung, Ergänzung
  • fachlicher Austausch, Kompetenzvielfalt der Beteiligten, interne Fortbildung
  • Vernetzung unterhalb der unterschiedlichen Trägerstrukturen, neue Formen der Zusammenarbeit etablieren
  • gemeinsame Aktionsfelder identifizieren, Projekte, Fachveranstaltungen u.ä. initiieren, durchführen
  • das Thema Inklusion in der Öffentlichkeit bekannt machen, Interesse wecken, Motivation fördern
  • (fach-)politisches Interesse, Inklusion in der Praxis der KiJu Arbeit umzusetzen, politisches Engagement für strukturelle Veränderungen (z.B. Förderstrukturen, Haltungen) in Fachgremien
  • flexible, heterogene, organische Struktur, die sich an Themen, Projekten, Veranstaltungen, Fragestellungen etc. entwickeln kann.

Ideen für die weitere Zusammenarbeit

  • Bilanzierung, was haben wir schon erreicht (Erfolge sichten)
  • Themenspeicher anlegen: Wo haben wir noch Informationsbedarfe? Gegenseitige Infos oder Externe einladen
  • Potenziale der Beteiligten sichten: Wer ist in welchen Gremien, hat welche nützlichen Kontakte?
  • Politische Aktivitäten gezielt steuern, wer kann wo welchen Input einbringen, vertreten?

Veranstaltungen & Termine

➤ | 1 Mai |

01.05.2014 (Donnerstag)

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➤ | Neuer Termin mit Details |

24.12.2014 (Mittwoch)

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